1. - 8. April 2005
Zeitraum: 1.April 2005 - 8 April 2005 Deutschland > Schweiz > Italien > Griechenland
Gefahrene Kilometer: 1498 km
Strecke: Autobahn über Basel > Gotthard > Bellinzona > Mailand nach Venedig, Fähre nach Igoumenitsa/ Griechenland.
Igoumenitsa E90-92 > Ioannina E90 > Neapoli 15 > Kastoria > Amindeo E86 > Edessa > Giannitsa > Pelikastron > Metalliko 65 > Loutra 63 > Promahon/ Bulgarische Grenze
Endlich unterwegs!
Bei schoenstem Wetter und ohne Zwischenfaelle fahren wir an unserem
ersten Reisetag bis Milano, wo wir herzlich von Carlo, Julia und ihren
Freunden empfangen werden. Carlo hatte schon laengere Zeit unsere Webseite
verfolgt, und uns in Milano ein Uebernachtunsplaetzchen angeboten, das wir
gerne annahmen. Sie kochen uns in kuerzester Zeit ein tolles
italienisches Abendessen und wir verbringen einen schoenen Abend
miteinander! Am naechsten Tag werden wir noch bis zur Autobahneinfahrt
eskortiert. Carlo, vielen Dank fuer den unvergesslichen Abend!
Griechenland - wir kommen!
Am 2. April erreichen wir wie geplant in Venedig die
Faehre nach Igoumenitsa. Beim Check- In ist schnell klar, dass wir uns
fuer 230,-EUR Aufpreis eine Kabine nicht leisten moechten. Spaeter auf
See fragen wir nochmal nach dem Preis fuer eine Kabine und bekommen einen
Nachlass von 50%. Wir goennen uns den Luxus! :-)) Leider hatte Rosa einen
Teil unserer Verpflegung auf einem italienischen Rastplatz liegen lassen,
so dass wir jetzt schon auf unsere Notration, die Wurstkonserven,
zurueckgreifen muessen. Egal - wir freuen uns des Lebens :-)
Wiedersehen mit Alex und Carsten!
Wir lassen es ruhig angehen und fahren gemuetlich etwa 150 - 200 km taeglich. Gegen 5 Uhr abends suchen wir ein ruhiges
Plaetzchen zum Zelten
abseits der Strassen - kein Problem in Griechenland. Ueberrascht sind wir, wie hoch die Berge und wie kurvenreich die
Strassen sind. Und wir
werden immer noch mit schoenem Wetter verwoehnt! Dann erreicht uns eine SMS von Carsten und Alex, die in Naoussa
festsitzen, da sie auf ein
Motorradersatzteil und ihre Visa warten. Eigentlich wollten wir uns erst auf der Krim in der Ukraine treffen, aber jetzt gibt es kein Halten -
wir freuen uns riesig, die zwei schon jetzt wiederzusehen! Wir geniessen abends das leckere griechische Essen, das uns Carsten und Alex bereiten
und duerfen auch bei Carstens Schwester Ines uebernachten. Herzlichen Dank!
Griechische Taverna und Abschied Wir wollen am nächsten Tag weiterfahren und gehen alle zusammen abends in eine Taverne,
um Abschied zu feiern. Ines bestellt griechische Spezialitäten, die wir mit viel Rotwein geniessen. Joergo verschwindet plötzlich und kommt einige
Zeit später mit 3 Rosen zurück - die rote für seine Ines, und zwei weisse für Alex und Rosa. Wir sind begeistert - was für ein Charmeur!
Wir haben Glück - es spielt eine Liveband an diesem Abend, die zu später Stunde für eine super Stimmung sorgt. Irgendwann schwingt jeder sein Tanzbein...
Erst um 4 Uhr geht es nachhause und es ist klar, dass wir am nächsten Morgen nicht fahren werden.
Schweren Herzens eisen wir uns dann am folgenden Tag von Naussa und seinen lieben Bewohnern los und reisen weiter Richtung Bulgarien.
Ein lauschiges Plätzchen
Kurz vor der Grenze finden wir ein lauschiges Plätzchen zum Zelten an einem schönen Fluss. Tommy macht ein Lagerfeuer und geht los, um ein paar Fotos zu schießen. Er fotografiert ein schönes Gebäude am gegenüberliegenden Flussufer. Dort herrscht plötzlich helle Aufregung, eine Menschenmenge sammelt sich und ruft wildgestikulierend herüber. Wir können uns keinen Reim darauf machen, werden
aber von zwei Polizisten, die uns wenig später besuchen, aufgeklärt. Dies ist Militärgebiet und Fotografieren ist strengstens verboten. Sie suchen die ganze Umgebung mit ihren Taschenlampen ab, denn sie glauben Rosa nicht, dass sie eines der beiden Motorräder fährt. Unsere Papiere werden per Funk überprüft, es vergeht einige Zeit der Ungewissheit, denn die beiden sitzen im Wagen und sprechen nicht mit uns. Dann kommt ein ranghoher Offizier, der uns über eine Dolmetscherin, die er per Handy anruft, klarmachen lässt, dass wir die Bilder löschen müssen. Wir dürfen unser Zelt stehen lassen und auch gegen das Feuer hat er nichts einzuwenden. Irgendwann ziehen sie ab und wir gehen in der Gewissheit ins Zelt, dass wir diese Nacht wohlbehütet schlafen werden.
Es lässt Tommy keine Ruhe, dass wir von diesem schönen Zeltplatz und macht am nächsten Morgen doch noch ein Bild - auf einer anderen Speicherkarte! ;-)
Wir glauben, dass uns der griechische Zoll durchsuchen wird, aber die Grenzformalitäten am nächsten Morgen an der griechisch - bulgarischen Grenze sind problemlos.
Wir verlassen Griechenland! Zum nächsten Reisebericht
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